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Ein Duke GEHT selten allein- Kein McCoy, kein Harrison

Reges Treiben in Cleveland, sowohl auf, als auch neben dem Platz. Denn während die Mannschaft im Minicamp weiter zusammen wächst und endlich auch Odell Beckham Jr. ins Geschehen eingreift, liegt der Fokus aller Interessierten zur Zeit eher neben dem Platz. Denn vor allem die Kaderplanung von John Dorsey und seinem Team sorgt momentan für Schlagzeilen. Ein Name der tagtäglich in den Berichten der Journalisten auftaucht, ist der von Runningback Duke Johnson. Der 25-Jährige möchte die Browns verlassen, lieber heute, als morgen. Und das, obwohl er aufgrund Kareem Hunts Sperre in jedem Fall als zweiter Mann hinter Nick Chubb in die Saison gehen und sicherlich ausreichend Spielzeit erhalten würde, zumindest bis Hunt dann ins Geschehen eingreifen darf. Doch dieses Szenario möchte Johnson vermeiden. "Ich möchte dort sein, wo ich gewollt bin". Und das ist seiner Meinung nach nicht Cleveland, wo man ihn bereits vor zwei Monaten auf den Trade Block gesetzt hat, um Optionen für einen Trade zu prüfen. Interessenten soll es gegeben haben, zu einem Tausch ist es bisher nicht gekommen. Deswegen geht Head Coach Freddie Kitchens auch weiterhin davon aus, dass er mit ihm planen kann."Duke trainiert so, wie er immer trainiert hat. Ich erwarte Professionalität von ihm und ich erwarte ihn hier bei den Browns. Ich werde niemandem seine Meinung diktieren, aber Duke ist Teil des Teams. Nur weil man einen weiteren guten Spieler verpflichtet, heißt es nicht, dass jemand deshalb getradet wird."
So zumindest die offizielle Version. Kitchens ist aber klar, dass er jederzeit mit einem Abgang Johnsons' rechnen muss. Auch ist klar, dass er ihn bei ausbleibender Leistung nicht aufs Feld schicken wird. Die aktuelle Stimmung spricht jedenfalls nicht dafür, dass der Publikumsliebling auch wirklich bei seinem aktuellen Team bleibt. Das langgezogene "Duuuuuke" wird in Cleveland aller Voraussicht nach bald nicht mehr zu hören sein. Profitieren könnten von seinem Abgang Dontrell Hilliard und D'Ernest Johnson. Dazu kommt mit Trayone Gray ein Rookie, der auf seine Chance in der NFL hofft. 

Browns entlassen Desmond Harrison

Als ungedrafteter Rookie hat es Left Tackle Desmond Harrison immerhin auf ganze acht Starts in seiner Debütsaison gebracht. Etwas überraschend konnte sich der Texaner während der Vorbereitung auf die letzte Saison gegen Austin Corbett durchsetzen, der inzwischen auf seine angestammte Position als Guard gewechselt ist. Den Status als Rookie merkte man Harrison dann aber zu oft an, weswegen Greg Robinson ab Woche Neun als Starter auflief und deutlich konstantere Leistungen abrufen konnte. Seine Vertragsverlängerung folgte im Sommer. 
Für Harrison ist das Kapitel bei den Browns nun beendet, nachdem er am Wochenende zunächst nicht in Berea erschienen war und erst verspätet zum Team stieß . Ob und inwiefern dieser Vorfall zur Entscheidung beigetragen hat, ist noch nicht kommuniziert worden. 
Hinter Robinson darf sich nun Drew Forbes Hoffnungen auf Einsätze machen. Als später Draftpick traut man ihm einiges zu, gerade in der Preseason dürften wir ihn oft zu Gesicht bekommen. Auch eine Neuverpflichtung von außerhalb (möglicherweise im Tausch mit Duke Johnson) ist möglich. 

Gerald McCoy unterschreibt in Carolina

Gerne hätten Baker Mayfield und Co. Gerald McCoy in ihrer Mitte aufgenommen. Und sportlich wäre der Defensive Tackle eine echte Verstärkung gewesen. Doch nachdem er sich zu Gesprächen mit den Verantwortlichen in Cleveland, Baltimore und Carolina getroffen hatte, fiel seine Wahl letztlich auf die Panthers und Cam Newton. Somit bleibt es fürs Erste bei sieben Spielern auf der Kaderliste, die in der D-Line als Tackle spielen können. Larry Ogunjobi und Sheldon Richardson dürften das Septett anführen, dahinter tobt eiserner Konkurrenzkampf. Und das ist auch gut so, denn die Leistungsdichte in der Defensive soll dieses Jahr so hoch wie lange nicht sein. Auch ohne McCoy kann Steve Wilks eine starke Defensive aufs Feld schicken. 
Carl Davis und Trevon Coley gelten aktuell als Herausforderer. 

Randnotiz: Greedy Williams und Sione Takitaki überraschen bisher äußerst positiv. Williams steht bisher als Pendant zu Denzel Ward mit dem ersten Team auf dem Feld, Takitaki weiß mit Einsatz und guten Defensivplays zu überzeugen. Wie sich der Rest der Rookies schlägt, werden die kommenden Trainingseinheiten zeigen. Bisher scheint man jedoch sehr zufrieden mit den "Neuen" zu sein. 

Soweit das Neueste aus Cleveland. Ich bleibe für euch am Ball!

Bis dahin, 

Kevin